St. Nikolai Kirche

St. Nikolai ist heute eine Ruine und gilt als ein Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewalt in den Jahren 1939 - 1945 und  besitzt den vierthöchsten Kirchturm der Welt. St. Nikolai wurde 1195 gegründet und stellt damit die erste Bürgerkirche Hamburgs dar. Die Kirche wurde in ihrer sehr wechselvollen Geschichte insgesamt vier mal zerstört und wieder aufgebaut.
Der Turm der Nikolaikirche war wegen dessen Höhe das Ziel zahlreicher alliierter Luftangriffe auf Hamburg. Im Ergebnis des Luftangriffs am 28. Juli 1943 stürzte das Dach ein, das Kirchenschiff wurde schwer beschädigt. Stehen blieben im wesentlichen nur der Turm und die Seitenwände. Diese sollten später als Mahnmal gegen den Krieg erhalten bleiben, wurden allerdings über lange Zeit stark vernachlässigt.

Letztlich wurde der totale Verfall von St. Nikolai erst durch den 1987 gegründeten Förderkreis "Rettet die Nikolaikirche e.V." verhindert.

Ein gläserner Panoramalift im Inneren des Turmes wurde 2005 eingebaut, mit welchem man auf die 75 Meter hoch gelegene Aussichtsplattform gelangt. Von dieser erschließt sich dem Besucher ein phantastischer Ausblick, bei guter Sicht über nahezu die gesamte City, insbesondere aber auch auf die Hamburger Speicherstadt.
Auffällig  ist das Glockenspiel, wo jetzt vom Gelände des ehemailgen Kirchenschiffes aus frei einsehbar 51 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen hängen. Der chromatische Tonumfang beträgt mehr als vier Oktaven.
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Künstler Werke für das Mahnmal geschaffen, besispielsweise Rückriem und Kokoschka.

Edith Breckwoldt schuf die Platik "Prüfung" , welche der Gedenkstätte in Sandbostel gewidmet ist.

Die Hauptkirche St. Nikolai wurde 1962 als Neubau in den Stadtteil Harvestehude an den Klosterstern verlegt.

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